Trey McBride #85 (Arizona Cardinals) sichert sich in NFL Week 17 den Reception-Rekord für Tight Ends.
Trey McBride #85 (Arizona Cardinals) sichert sich in NFL Week 17 den Reception-Rekord für Tight Ends. | Quelle: IMAGO / Imagn Images

Die NFL Week 17 brachte endgültig Klarheit im Playoff-Rennen. Divisionstitel wurden vergeben, langjährige Serien fortgeschrieben und mehrere Quarterbacks lieferten Auftritte ab, die direkt den Weg in die Geschichtsbücher fanden. Während einige Teams ihre Saison krönten, setzten andere Stars individuelle Ausrufezeichen zum perfekten Zeitpunkt.

Hinweis:
Wie immer gilt: In diesem Artikel geht es ausschließlich um die Sunday Games im Early und Late Window. Thursday Night, Sunday Night und Monday Night Football sind nicht enthalten.



Broncos holen die AFC West – Texans zurück in den Playoffs

Die Denver Broncos haben es geschafft: Mit dem 20:13-Sieg gegen Kansas City sicherte sich Denver erstmals seit 2015wieder den Titel in der AFC West. Head Coach Sean Payton feierte damit seinen 13. Saisonsieg und steht nun gemeinsam mit Bill Belichick in einem exklusiven Klub von Coaches, die in mindestens fünf Spielzeiten 13 oder mehr Siege erreichten.

Auch die Houston Texans machten ihre Playoff-Qualifikation perfekt. Durch den 20:16-Erfolg gegen die Chargersstehen sie zum dritten Mal in Folge in der Postseason – bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass Houston die Saison mit 0-3 begann. Nur vier weitere Teams seit 1990 schafften nach solchem Fehlstart noch den Sprung in die Playoffs.



Bears und Patriots mit beeindruckender Wende

Die Chicago Bears krönten ihre Saison mit dem NFC-North-Titel, dem ersten seit 2018. Parallel dazu lösten die Green Bay Packers erneut ein Playoff-Ticket und stehen zum dritten Mal in Folge in der Postseason.

Noch beeindruckender war die Geschichte in New England: Die Patriots überrollten die Jets mit 42:10 und holten sich – begünstigt durch eine Bills-Niederlage – erstmals seit 2019 wieder den AFC-East-Titel.

Sowohl Chicago als auch New England hatten 2024 den letzten Platz in ihrer Division belegt. In 20 der letzten 23 NFL-Saisons gewann mindestens ein Team die Division, nachdem es im Jahr zuvor Letzter war – ein weiterer Beleg für die extreme Dynamik der Liga.



Drake Maye liefert ein Meisterstück in NFL Week 17

Der große Star des Sonntags war Drake Maye. Der Patriots-Quarterback zeigte gegen die Jets eine nahezu perfekte Vorstellung:

  • 19 von 21 Pässen
  • 256 Yards
  • 5 Touchdowns
  • 157.0 Passer Rating

Drake Maye post-bakemas 📈 pic.twitter.com/zDF0AXPxff

— z – New England Patriots (@Patriots) December 28, 2025

Maye gehört damit zu einem extrem exklusiven Kreis junger Quarterbacks unter 24 Jahren mit zweistelligen Spielen über 100 Passer Rating in einer Saison – eine Liste, auf der sonst nur Namen wie Patrick Mahomes oder Matthew Stafford stehen.

Mit nun über 4.200 Passing Yards und 30 Touchdown-Pässen hat Maye eine Saison hingelegt, die historisch einzuordnen ist – und das in seinem ersten vollen Jahr als Starter.



Trey McBride definiert die Tight-End-Position neu

Trey McBride schrieb in Week 17 NFL-Geschichte. Mit 119 Receptions stellte er einen neuen NFL-Rekord für Tight Ends auf und überholte Zach Ertz.

Besonders bemerkenswert: McBride ist der erste Tight End überhaupt, der in mehreren Saisons mindestens 110 Receptions sammeln konnte. Seine Entwicklung macht ihn endgültig zum zentralen Bestandteil der Cardinals-Offense – und zu einem der dominantesten Passempfänger der Liga.

The man that can't be stopped. @mcbtrey pic.twitter.com/hW4EuBYGIg

— Arizona Cardinals (@AZCardinals) December 28, 2025


Sam Darnold führt Seattle zurück in die Playoffs

Die Seahawks gewannen mit 27:10 gegen Carolina und stehen bei 13 Siegen – so viele wie zuletzt 2013. Quarterback Sam Darnold schrieb dabei Geschichte: Er ist der erste QB überhaupt, der in aufeinanderfolgenden Saisons 13 Siegemit zwei unterschiedlichen Teams holte.

Auch Jaxon Smith-Njigba glänzte erneut. Mit nun 1.709 Receiving Yards ist er erst der dritte Spieler unter 24 Jahren, der diese Marke in einer Saison erreichte – nach Justin Jefferson und Isaac Bruce.



Burrow und Chase liefern erneut ab

Die Bengals ließen Arizona beim 37:14 keine Chance. Joe Burrow warf für über 300 Yards und zwei Touchdowns, beide auf Ja’Marr Chase.

Chase setzt seinen außergewöhnlichen Karrierestart fort:

  • 13 Spiele mit mehreren TD-Receptions
  • 53 Career-TDs in fünf Saisons
  • in jedem seiner ersten fünf Jahre mindestens sieben Touchdown-Catches

Burrow bewegt sich mit seinen Zahlen derweil in einem historischen Tempo, das ihn nur mit Mahomes und Dan Marino vergleichbar macht.



Trevor Lawrence bleibt eine Allround-Waffe

Beim 23:17-Sieg der Jaguars gegen Indianapolis kombinierte Trevor Lawrence Passing-Effizienz mit physischem Laufspiel. Zwei Rushing Touchdowns unterstreichen seinen Wert als Dual-Threat-Quarterback.

Mit mindestens 25 Passing TDs und neun Rushing TDs gehört Lawrence 2025 zu einer exklusiven Gruppe mit Josh Allen, Cam Newton und Kyler Murray.



Rookie-Gala in New Orleans

Tyler Shough zeigte gegen Tennessee eine der besten Rookie-Leistungen der Saison. Über 300 Passing Yards, zwei Touchdowns und ein Passer Rating von 142,7 machten ihn erst zum zweiten Rookie überhaupt, der diese Kombination mit 80+ Prozent Completion Rate erreichte.

Quarterback Tyler Shough wurde vor Week 9 zum Starter bei den New Orleans Saints ernannt.
Quarterback Tyler Shough wurde vor Week 9 zum Starter bei den New Orleans Saints ernannt. | Quelle: IMAGO / Imagn Images

Besonders auffällig: seine Downfield-Pässe, bei denen er laut Next Gen Stats den produktivsten Tag seiner bisherigen NFL-Laufbahn hatte.



Weitere Highlights aus Week 17

Josh Allen knackt die 300-TD-Marke

Der Bills-Star ist der jüngste Spieler überhaupt, der 300 kombinierte Passing-, Rushing- und Receiving-Touchdowns erreichte.

Jaxson Dart schreibt Rookie-Geschichte

Der Giants-QB sammelte zwei Rushing-TDs und liegt nun nur noch hinter Cam Newton in der Rookie-Historie.

Jonathan Taylor bleibt elitär

Mehrere 18-TD-Saisons, über 9.000 Scrimmage Yards nach sechs Jahren – Taylor bewegt sich weiter auf Hall-of-Fame-Pace.

Mike Evans in historischer Gesellschaft

Mit nun über 13.000 Yards und 100 Touchdowns gehört Evans endgültig zu einem der exklusivsten Receiver-Clubs der NFL-Geschichte.



Was bleibt in NFL Week 18 noch an Spannung?

Ganz ohne Drama geht es natürlich auch zum Abschluss der Regular Season nicht. NFL Week 18 hält noch einige entscheidende Storylines bereit – allen voran zwei Duelle mit echtem Playoff-Charakter.

Bereits am Samstag treffen die Panthers bei den Buccaneers aufeinander. Der Sieger sichert sich den Divisionssieg und damit direkt das Playoff-Ticket. Ähnliches gilt für Monday Night Football, wenn die Ravens bei den Steelers antreten: Auch hier steht der Divisionstitel auf dem Spiel.

Darüber hinaus bleibt der First Seed der AFC weiter offen und sorgt dafür, dass mehrere Teams bis zum letzten Spieltag voll durchziehen müssen. Week 18 verspricht damit weniger Schonung, dafür umso mehr Hochspannung.



Was denkt ihr?

Welche Story aus NFL Week 17 hat euch am meisten beeindruckt – die Divisionstitel, Drake Mayes Gala oder Trey McBrides Rekordsaison?

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