
Die New England Patriots haben die NFL‑Saison 2025 mit einem starken 14‑3‑Record beendet und damit auch bisher in den Playoffs gezeigt, dass sie unter Head Coach Mike Vrabel und Franchise‑Quarterback Drake Maye wieder zu den ernsthaften Contendern gehören. Die Offense wirkte stabiler, explosiver und deutlich variabler als in den Jahren zuvor. Doch trotz aller Erfolge bleibt eine zentrale Frage offen, die Fans, Analysten und Beat Writer gleichermaßen beschäftigt: Braucht dieses Team für die Saison 2026 einen klar definierten Wide Receiver 1 – oder funktioniert die Offense weiterhin über den Teamverbund?
Die Patriots-Offense 2025: Stark, effizient – aber ohne dominanten Einzelspieler
Die Patriots‑Offense gehörte 2025 zu den produktivsten der gesamten NFL. Mit über 6.400 Total Yards und fast 500 Punkten war New England in den Top‑3 der Liga vertreten. Besonders beeindruckend war die Passing‑Offense, die mit rund 4.450 Yards und einem Top‑4‑Wert bei Yards per Attempt zu den effizientesten Units der Saison zählte.
Drake Maye – der Motor der Offense
Der junge Quarterback lieferte eine Saison, die man ohne Übertreibung als Franchise‑Changing bezeichnen kann. Seine Zahlen sprechen für sich:
- 4.394 Passing Yards
- 31 Touchdowns
- 8 Interceptions
- 113,5 QB‑Rating
Maye zeigte nicht nur Präzision, sondern auch Ruhe, Spielintelligenz und die Fähigkeit, Druck zu neutralisieren. Er verteilte den Ball breit, traf gute Entscheidungen und machte seine Mitspieler besser. Genau hier beginnt die Diskussion: Braucht ein Quarterback dieser Qualität zwingend einen dominanten WR1 – oder ist seine Stärke gerade die Variabilität?
Drake Maye's final 2025 stat line 🔥
— NFL (@NFL) January 5, 2026
4,394 passing yards
31 passing TDs
8 INTs
450 rushing yards
4 rushing TDs pic.twitter.com/kGgv0FqzQQ
Die Receiver‑Gruppe 2025: Breite Qualität statt individueller Dominanz
Top‑Receiver der Patriots war Stefon Diggs, der mit 1.013 Receiving Yards eine solide, aber nicht mehr elitäre Saison spielte. Diggs ist technisch stark, erfahren und zuverlässig – aber mit 33 Jahren nähert er sich dem Karriereherbst.
Dahinter verteilten sich die Targets auf mehrere Spieler:
- DeMario Douglas als agiler Slot‑Receiver
- Mack Hollins als physischer Outside‑Spieler
- Tight Ends und Running Backs als konstante Chain‑Mover
Die Offense lebte von Spacing, Timing und Mayes Präzision. Kein Receiver dominierte, aber alle waren eingebunden. Das ist ein Vorteil – und gleichzeitig ein potenzieller Nachteil.
Mack Hollins being eligible to come back is a massive boost. 46 catches, 550 yards, legit blocker, and one of the few WRs defenses actually had to account for.
— Foxborough Fellas Podcast (@FoxFellasPod) January 19, 2026
AFC title week WR room gets deeper and tougher. pic.twitter.com/Js60EnvOWY
Vorteile des Teamverbunds
- Die Defense kann keinen einzelnen Spieler doppeln.
- Das Scheme bleibt flexibel und schwer vorhersehbar.
- Verletzungen eines Stars reißen kein Loch in die Offense.
Nachteile
- In engen Spielen fehlt der Go‑To‑Guy, der garantiert Separation kreiert.
- In den Playoffs entscheiden oft individuelle Matchups – und dort hatten die Patriots 2025 Phasen, in denen sie sich schwer taten.
- Ein dominanter WR1 kann ein Spiel allein verändern – diese Dimension fehlte.
Gerade in den Playoffs zeigte sich: Die Offense war gut, aber nicht unaufhaltsam. Ein echter WR1 Receiver hätte in kritischen Momenten den Unterschied machen können.
Ist Stefon Diggs noch ein WR1?
Die ehrliche Antwort lautet: Wahrscheinlich nicht mehr. Er ist ein wertvoller Spieler, aber kein dominanter Playmaker wie Tyreek Hill, CeeDee Lamb oder Amon‑Ra St. Brown. Seine Zahlen sind solide, aber nicht elitär. Die Patriots hatten 2025 keinen Receiver in den Top 10 der NFL, obwohl die Offense insgesamt Top‑3 war.
stefon diggs is crazy. still one of the best in the game. pic.twitter.com/HlhxTpBCAp https://t.co/7MnpnHQORW
— Kyron Samuels (@kyronsamuels) January 18, 2026
Der Blick nach vorn: Wie lösen die Patriots das WR‑Problem 2026?
Die Patriots haben mehrere Optionen, um die Receiver‑Position zu stärken:
1. Ein WR1 im Draft
Die 2026‑Draft‑Klasse gilt als stark, besonders im Bereich Outside‑Receiver. Ein junger, explosiver Playmaker könnte perfekt zu Maye passen und langfristig eine Elite‑Connection bilden.
2. Free Agency
Spieler wie George Pickens oder Mike Evans könnten verfügbar sein. Beide wären klare WR1‑Typen, die sofort Impact bringen.
3. Interne Entwicklung
Douglas hat Potenzial, aber eher als WR2/Slot‑Waffe. Hollins ist ein Rollenspieler. Diggs wird nicht jünger.
Realistisch betrachtet: Ein echter WR1 fehlt.
Top 101 2026 NFL Free Agents (Age in parentheses)
— Chad Forbes (@NFLDraftBites) January 7, 2026
1. WR George Pickens (25)
2. C Tyler Linderbaum (26)
3. DE Jaelan Phillips (27)
4. DE Trey Hendrickson (31)
5. WR Alec Pierce (26)
6. CB Riq Woolen (27)
7. LB Devin Lloyd (27)
8. LB Quay Walker (26)
9. TE Kyle Pitts (25)
10. CB…
Fazit: Reicht der Teamverbund – oder braucht es einen WR1?
Die Patriots haben 2025 bewiesen, dass sie auch ohne klaren WR1 eine Top‑Offense stellen können. Doch wenn man auf die Playoffs und die Zukunft schaut, wird deutlich:
Ein dominanter Wide Receiver 1 könnte der entscheidende Faktor sein, um von einem sehr guten Team zu einem unangefochtenen Super‑Bowl‑Favoriten auf Jahre zu werden.
Drake Maye ist bereit. Das Scheme funktioniert. Die Basis steht.
Jetzt fehlt die eine Waffe, die in kritischen Momenten das Spiel an sich reißt.
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Wie siehst du die Situation? Sollten die Patriots 2026 unbedingt einen WR1 verpflichten – oder ist der Teamverbund stark genug, um weiterhin eine Top‑Offense zu bleiben?