Baker Mayfield stichelt öffentlich gegen Falcons-Coach Kevin Stefanski. Ein Social-Media-Seitenhieb mit viel Vorgeschichte aus Browns-Zeiten und Zündstoff für die NFC South.
Baker Mayfield stichelt öffentlich gegen Falcons-Coach Kevin Stefanski. Ein Social-Media-Seitenhieb mit viel Vorgeschichte aus Browns-Zeiten und Zündstoff für die NFC South. | Quelle: IMAGO / Imagn Images

Die NFL lebt nicht nur von Touchdowns und Playcalls, sondern auch von Egos, Erinnerungen und offenen Rechnungen. Genau das zeigte sich nun in einem Social-Media-Post von Baker Mayfield, der gegen seinen früheren Head Coach Kevin Stefanski austeilte – inzwischen neuer Trainer der Atlanta Falcons.

Der Quarterback der Tampa Bay Buccaneers reagierte auf einen Beitrag eines Reporters des Atlanta Journal-Constitution, der schrieb, Mayfield und Deshaun Watson seien in Cleveland „gescheitert“. Mayfields Antwort fiel deutlich aus:

„Gescheitert‘ ist schon eine ziemlich gewagte Aussage, mein Freund.“

Doch dabei beließ es der frühere First Overall Pick nicht. In Richtung Stefanski schrieb Mayfield weiter, er warte bis heute auf einen Anruf oder eine Nachricht, nachdem ihn die Cleveland Browns damals „wie ein Stück Müll“ weitergereicht hätten. Abschließend setzte er einen klaren Haken hinter die Botschaft:

„Ich kann es kaum erwarten, dich zweimal pro Jahr zu sehen, Coach.“

Failed is quite the reach pal. Still waiting on a text/call from him after I got shipped off like a piece of garbage. Can’t wait to see you twice a year, Coach. https://t.co/jUUsYkvlOC

— Baker Mayfield (@bakermayfield) January 20, 2026


Die gemeinsame Vergangenheit in Cleveland

Stefanski war von 2018 bis 2021 Mayfields Head Coach in Cleveland. Die Zusammenarbeit verlief wechselhaft, hatte aber auch einen klaren Höhepunkt: 2020 führten Mayfield und Stefanski die Browns in die Playoffs – ein seltener Erfolg für die Franchise. Dennoch entschieden sich die Browns im Frühjahr 2022 für einen radikalen Kurswechsel, holten Deshaun Watson und statteten ihn mit einem langfristigen Vertrag aus.

Für Mayfield war das der endgültige Bruch. Er forderte einen Trade und wurde schließlich für einen Fünftrundenpick zu den Carolina Panthers abgegeben. Auch dort fand er keine sportliche Heimat, ließ sich entlassen und landete für ein kurzes, aber viel beachtetes Intermezzo bei den Los Angeles Rams.


Neustart in Tampa für Baker Mayfield – und neue Perspektive

Erst in Tampa Bay stabilisierte sich Mayfields Karriere nachhaltig. Seit 2023 ist er Starter bei den Buccaneers, gewann zwei NFC-South-Titel und etablierte sich als verlässlicher Quarterback – auch wenn die Bucs die aktuelle Postseason mit einer 8–9-Bilanz verpassten.

Stefanski hingegen wurde nach einem 8–26-Record in seinen letzten zwei Jahren in Cleveland entlassen. Nun wagt er in Atlanta einen Neuanfang, nachdem die Falcons sich von Raheem Morris getrennt hatten.


Mehr als nur Social-Media-Drama

Mayfields Post ist mehr als ein impulsiver Kommentar. Er zeigt, wie lange Entscheidungen in der NFL nachwirken können – gerade auf der Quarterback-Position. Für Mayfield ist Stefanski ein Symbol für einen Karriereknick, der aus seiner Sicht nie vollständig erklärt oder aufgearbeitet wurde.

Dass sich beide nun zweimal pro Saison als Divisionsrivalen begegnen, gibt der Geschichte zusätzliche Würze. Ob Mayfields Worte sportlich unterfüttert werden, wird sich erst auf dem Feld zeigen.

Eines steht aber fest:
Diese Begegnungen werden persönlicher sein als viele andere.