
Die NFL verabschiedet sich langsam von der Regular Season – und NFL Week 15 fühlte sich bereits in vielen Stadien nach Playoff-Football an. Historische Comebacks, dominante Siege, Quarterback-Feuerwerke und die ersten Teams, die ihr Ticket für die Postseason lösten, prägten diesen Sonntag. Gleichzeitig setzte sich ein Trend fort, der die gesamte Saison bestimmt: Spiele bleiben bis zur letzten Sekunde offen.
Hinweis:
Wie immer gilt: In diesem Artikel geht es ausschließlich um die Sunday Games im Early und Late Window. Thursday Night, Sunday Night und Monday Night Football sind nicht enthalten.
Alle Highlights siehst du hier!
Rams und Broncos lösen als erste Teams das Playoff-Ticket in NFL Week 15
Die Los Angeles Rams und die Denver Broncos sind die ersten Teams der Saison 2025, die sich offiziell für die Playoffs qualifizieren konnten.
Die Rams lieferten Detroit beim 41:34 ein intensives Offensivspektakel und untermauerten ihre Ambitionen mit einer weiteren starken Vorstellung. Denver hingegen setzte sich mit 34:26 gegen Green Bay durch und feierte damit den 11. Sieg in Folge – ein Statement, das ligaweit Aufmerksamkeit erzeugt.
Comeback-Wahnsinn: Eine Woche für die Geschichtsbücher
Sechs Teams gewannen ihre Spiele in Week 15, obwohl sie zwischenzeitlich mit mindestens zehn Punkten zurücklagen – ein Wert, der nur selten in der NFL-Geschichte erreicht wurde.
Allen voran die Buffalo Bills, die einen 21-Punkte-Rückstand gegen New England noch in einen 35:31-Sieg verwandelten. Auch die Chargers, Rams, Saints, Seahawks und Falcons drehten Spiele nach zweistelligem Rückstand.
Passend dazu bleibt 2025 eine Saison der Last-Minute-Entscheidungen:
Mit nun 53 Spielen, die in den letzten zwei Minuten oder in Overtime entschieden wurden, steuert die Liga auf einen historischen Höchstwert zu. Ein Sinnbild dafür war das 47-Yard-Game-Winning-Field-Goal von Saints-Kicker Charlie Smyth zwei Sekunden vor Schluss.
Myles Garrett übernimmt Platz sechs der Sack-Geschichte
Myles Garrett setzt seine Ausnahmesaison fort. Mit 1,5 Sacks in Week 15 steht der Browns-Star nun bei 21,5 Sacks – mehr als Chris Doleman (1989) und sogar mehr als Reggie White 1987.
Damit liegt Garrett nun auf Platz sechs der besten Sack-Saisons seit Einführung der offiziellen Statistik 1982. Ein weiterer Beweis, dass er aktuell zu den dominierendsten Defensivspielern der NFL gehört.
Siehe auch: Myles Garrett und die Jagd nach dem NFL-Sackrekord: Nur noch die Frage nach dem WANN!
Trevor Lawrence liefert ein historisches Monster-Spiel
Die Jacksonville Jaguars überrollten die Jets mit 48:20, und Trevor Lawrence spielte dabei eines der besten Spiele seiner Karriere.
- 330 Passing Yards
- 5 Passing Touchdowns
- 51 Rushing Yards
- 1 Rushing Touchdown
Lawrence ist damit der erste Spieler der NFL-Geschichte, der 300+ Passing Yards, 50+ Rushing Yards, fünf Passing TDs und einen Rushing TD in einem Spiel vereinen konnte.
Auch Travis Etienne glänzte: Drei Receiving Touchdowns und über 100 Scrimmage Yards – eine Leistung, die seit 2000 nur fünf Running Backs zuvor erreicht hatten.
Josh Allen und die Bills bleiben Comeback-Maschine
Der Sieg in New England war erneut ein typischer Josh-Allen-Moment. Mit drei Passing Touchdowns führte er Buffalo aus einem tiefen Loch – und sammelte dabei weitere Karriere-Meilensteine.
Allen gehört nun zu einem exklusiven Klub mit Tom Brady, Aaron Rodgers und Drew Brees: sechs Karriere-Saisons mit mindestens 35 kombinierten Touchdowns. Zudem steht er bereits bei 86 Regular-Season-Siegen, nur Patrick Mahomes war in seinen ersten acht NFL-Jahren erfolgreicher.
Herbert klettert weiter in den All-Time-Listen
Der knappe 16:13-Sieg der Chargers in Kansas City brachte Justin Herbert einen weiteren Meilenstein.
Er ist nun der dritte Quarterback der NFL-Geschichte, der in seinen ersten sechs Saisons jeweils mindestens 3.000 Passing Yards und 20 Touchdowns erreichte – neben Peyton Manning und Russell Wilson.
Mit über 24.000 Passing Yards überholte Herbert zudem Patrick Mahomes in der Statistik der ersten sechs Karrierejahre.
Purdy effizient, Nix spektakulär
Brock Purdy zeigte beim 37:24 der 49ers gegen Tennessee erneut seine Effizienz: 295 Yards, drei Touchdowns und ein Rating von 140,3. Damit zieht er mit Kurt Warner gleich – niemand hatte in seinen ersten vier NFL-Saisons mehr Spiele mit einem Rating über 140.
In Denver glänzte Bo Nix mit vier Touchdown-Pässen gegen Green Bay. Mit 22 Siegen in seinen ersten zwei NFL-Jahren gehört er bereits jetzt zu einer Gruppe mit Andrew Luck, Dak Prescott und Ben Roethlisberger.
Eagles demütigen Raiders – Hurts nahezu perfekt
Die Philadelphia Eagles ließen den Raiders beim 31:0 keine Chance. Jalen Hurts benötigte nur 15 Passversuche für drei Touchdowns und ein Rating von 154,9 – eine Effizienz, die ligaweit Seltenheitswert hat.
Weitere Highlights aus Week 15
Puka Nacua sammelt weiter Rekorde
181 Yards gegen Detroit, dazu erneut historische Marken bei 100+ Receptions und 150-Yard-Spielen in jungen Karrierejahren.
Drake Maye & TreVeyon Henderson mit Laufshow
Zwei Quarterback-Rushing-TDs, zwei 50+ Yard-Runs eines Rookies – eine Kombination, die es kaum je gab.
Ravens mit Shutout
Beim 24:0 gegen Cincinnati feierte Baltimore bereits den 15. Shutout seit 1996 – Ligabestwert.
Amon-Ra St. Brown bleibt Mr. Konstanz
Erster Spieler der NFL-Geschichte mit 90+ Receptions in jeder seiner ersten fünf Saisons.
Trey McBride redefiniert die Tight-End-Rolle
100+ Receptions in zwei Saisons in Folge – historisch für die Position.
Ja’Marr Chase auf Hall-of-Fame-Pace
Mehr als 6.500 Yards und 50 Touchdowns nach fünf Jahren – nur Randy Moss war ähnlich schnell.
Was denkt ihr?
Welche Leistung hat euch in Week 15 am meisten beeindruckt – Lawrences Gala, der Bills-Comeback-Wahnsinn oder die ersten Playoff-Tickets?
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