Jacksonville Jaguars Quarterback Trevor Lawrence #16 feiert seinen Touchdown im gegen die Denver Broncos in NFL Week 16.
Jacksonville Jaguars Quarterback Trevor Lawrence #16 feiert seinen Touchdown im gegen die Denver Broncos in NFL Week 16. | Quelle: IMAGO / Icon Sportswire

Die NFL Week 16 brachte endgültig Bewegung in das Playoff-Rennen. Mehrere Teams sicherten sich ihre Tickets für die Postseason, andere hielten ihre Hoffnungen am Leben – und mittendrin ein Head Coach, der seit fast zwei Jahrzehnten für Konstanz steht wie kein Zweiter. Dazu kamen enge Spiele, späte Entscheidungen und Quarterbacks, die ihre Saison mit Ausrufezeichen fortsetzten.

Hinweis:
Wie immer gilt: In diesem Artikel geht es ausschließlich um die Sunday Games im Early und Late Window. Thursday Night, Sunday Night und Monday Night Football sind nicht enthalten.



Playoff-Tickets werden verteilt – alte Bekannte und Rückkehrer

Die Philadelphia Eagles machten bereits am Wochenende alles klar und sicherten sich zum zweiten Mal in Folge den NFC East-Titel. Ein Kunststück, das in der Division zuletzt vor über 20 Jahren gelang.

Auch Seattle meldete sich eindrucksvoll zurück: Nach einem 38:37-Overtime-Sieg gegen die Rams stehen die Seahawks erstmals seit 2022 wieder in den Playoffs.

Durch Detroits Niederlage öffneten sich weitere Türen: Chicago löste mit einem Overtime-Sieg gegen Green Bay erstmals seit 2020 wieder ein Playoff-Ticket, während San Francisco bereits zum vierten Mal in fünf Jahren die Postseason erreichte.

Bemerkenswert: Chicago, San Francisco und Seattle standen alle 2024 nicht in den Playoffs – und setzen damit eine Serie fort, die seit 1990 jede Saison mindestens vier „Rückkehrer“ hervorbringt.



Enge Spiele, späte Wenden und Comebacks in NFL Week 16

Week 16 blieb dem Trend der Saison treu. Acht Spiele wurden mit sieben oder weniger Punkten entschieden, drei Teams drehten zweistellige Rückstände – darunter Seattle (-16), Atlanta (-10) und Chicago (-10).

Die Liga zählt nun erneut zahlreiche knappe Entscheidungen, ein weiteres Indiz dafür, wie ausgeglichen die NFL 2025 ist.



Josh Allen schreibt weiter Geschichte

Der knappe 23:20-Sieg der Bills in Cleveland brachte Josh Allen einen besonderen Meilenstein:
Mit seinem 87. Regular-Season-Sieg überholte er Tom Brady und Russell Wilson und liegt nun allein auf Platz zwei der erfolgreichsten Quarterbacks in ihren ersten acht NFL-Jahren – nur Patrick Mahomes liegt noch vor ihm.

Buffalo bleibt damit voll im Playoff-Rennen und einmal mehr ist Allen der zentrale Faktor.



Myles Garrett rückt ganz nah an die Spitze

Myles Garrett bleibt der dominante Fixpunkt der Browns-Defense. Mit einem halben Sack in Week 16 steht er nun bei 22 Sacks – gleichauf mit Jared Allen, Mark Gastineau und Justin Houston für den drittbesten Wert einer Saison seit Einführung der offiziellen Sack-Statistik.

Nur Michael Strahan (22,5) und T.J. Watt (22,5) liegen noch knapp vor ihm. Garretts Saison entwickelt sich immer mehr zu einer der ganz großen Defensiv-Spielzeiten der NFL-Geschichte.

👉 Lese auch: Myles Garrett und die Jagd nach dem NFL-Sackrekord – nur noch die Frage nach dem Wann!



Der ewige Mike: Tomlin erreicht Meilenstein

Es gibt Konstanz – und es gibt Mike Tomlin.

Der Steelers-Head-Coach feierte in Week 16 seinen 200. Karriere-Sieg inklusive Playoffs und führte Pittsburgh damit zu einer weiteren Saison mit mindestens ausgeglichener Bilanz. Es ist bereits die 22. Saison in Folge, in der die Steelers nicht unter .500 bleiben – ein neuer NFL-Rekord.

Tomlin ist erst der 11. Head Coach der Geschichte mit 200 Siegen und gleichzeitig der drittjüngste, dem dieses Kunststück gelang. In einer Liga, die sich ständig verändert, bleibt er eine der konstantesten Größen.

The Steelers have finished .500 or better for an NFL-record 22-straight seasons, with Mike Tomlin responsible for 19 of them.

Tomlin inherited the standard, and elevated it 😤 pic.twitter.com/DhLKvrslYf

— SportsCenter (@SportsCenter) December 22, 2025


Trevor Lawrence setzt seinen Lauf fort

Nach dem Monster-Spiel in Week 15 legte Trevor Lawrence direkt nach. Beim 34:20-Sieg in Denver steuerte er erneut drei Passing Touchdowns und einen Rushing Touchdown bei.

Damit ist Lawrence erst der dritte Quarterback der NFL-Geschichte, der in zwei aufeinanderfolgenden Spielen jeweils 275+ Passing Yards, drei Passing TDs und einen Rushing TD verbuchte – ein weiterer Beweis für seine aktuelle Formkurve.



Joe Burrow dominiert Miami

Der 45:21-Sieg der Bengals in Miami trug ganz klar die Handschrift von Joe Burrow. Vier Touchdowns, über 300 Yards und ein Rating von 146,5 – ein Auftritt auf MVP-Niveau.

Mit nun über 20.000 Passing Yards und 150 Touchdown-Pässen nach 75 Spielen bewegt sich Burrow in einem historischen Tempo, das ihn in eine Reihe mit Mahomes und Dan Marino stellt.



Herbert trotzt dem Blitz – Chargers souverän

Die Chargers gewannen mit 34:17 in Dallas, und Justin Herbert zeigte sich nahezu unbeeindruckt vom konstanten Druck. Trotz einer extrem hohen Blitz-Quote blieb er ohne Sack und war einer der effizientesten Quarterbacks des Spieltags.

Mit über 300 Passing Yards und einem Rushing Touchdown setzte Herbert seine Serie historischer Zahlen fort und kletterte weiter in den All-Time-Listen.



Bijan Robinson auf All-Time-Kurs

Auch Bijan Robinson nutzte Week 16, um seine Karriere weiter zu beschleunigen. Mit 168 Scrimmage Yards überholte er mehrere große Namen und liegt mit 23 Jahren bereits unter den produktivsten Spielern der NFL-Geschichte in dieser Altersklasse.



Jefferson, Goff & Gibbs liefern ebenfalls

  • Justin Jefferson ist nun der Spieler mit den meisten Receptions in seinen ersten sechs NFL-Jahren
  • Jared Goff warf erneut über 350 Yards und hält seine historische Passing-Serie am Leben
  • Jahmyr Gibbs überholte Barry Sanders als produktivsten Spieler unter 24 Jahren in Lions-Geschichte


Weitere Auffälligkeiten aus Week 16

  • Bo Nix sammelte erneut über 350 Passing Yards und setzt seinen starken Run trotz Niederlage fort
  • Dak Prescott und CeeDee Lamb bestätigten ihre Konstanz
  • Travis Kelce erreichte zum 12. Mal in Folge die 800-Yard-Marke
  • Taysom Hill schrieb erneut NFL-Geschichte als All-Purpose-Waffe
  • Carson Schwesinger setzte seine beeindruckende Tackle-Serie als Rookie fort


Was denkt ihr?

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