Las Vegas Raiders Owner Mark Davis verlässt gemeinsam mit Tom Brady den Platz – der Minority Owner ist maßgeblich in die Head-Coach-Suche der Franchise eingebunden.
Las Vegas Raiders Owner Mark Davis verlässt gemeinsam mit Tom Brady den Platz – der Minority Owner ist maßgeblich in die Head-Coach-Suche der Franchise eingebunden. | Quelle: IMAGO / Icon Sportswire

Nicht nur die neue Nummer eins im College Football wird derzeit in South Florida gesucht – auch die Las Vegas Raiders fahnden dort nach ihrem nächsten Head Coach. Die Franchise nutzt bewusst die große Bühne rund um das College-Football-Finale in Miami, um zentrale Interviews zu führen. Im Mittelpunkt: Tom Brady, Minority Owner der Raiders und strategischer Taktgeber im aktuellen Umbruch.

Treffen auf neutralem Boden – mit klarer Symbolik

Mehrere Coaching-Kandidaten sind laut Ligaquellen nach Miami gereist, um sich persönlich mit der Raiders-Führungauszutauschen. Dass diese Gespräche ausgerechnet rund um das National Championship Game stattfinden, ist kein Zufall. Brady ist vor Ort – ebenso wie weitere Entscheidungsträger der Organisation.

Die Botschaft ist eindeutig: Der neue Raiders-Head-Coach soll nicht nur sportlich passen, sondern Teil einer langfristigen Vision werden, die Brady maßgeblich mitprägt – von Spielphilosophie bis Quarterback-Entwicklung.

Diese Kandidaten stehen aktuell im Fokus

Die Raiders haben ihr Bewerberfeld inzwischen konkretisiert:

  • Mike McDaniel – Der ehemalige Dolphins-Head-Coach traf sich bereits am Montagmorgen mit der Raiders-Führung. McDaniel steht für moderne Offensive-Konzepte, führte zuletzt aber auch Gespräche für OC-Positionen.
  • Ejiro Evero – Der Defensive Coordinator der Panthers wird am Dienstag interviewt. Evero gilt als strukturierter Entwickler mit Head-Coach-Potenzial.
  • Jesse Minter – Aktuell bei den Chargers. Seine Vielseitigkeit und taktische Anpassungsfähigkeit machen ihn für ein Team im Neuaufbau interessant.
  • Jeff Hafley – Packers-DC, der sowohl bei den Raiders als auch bei den Dolphins hoch im Kurs steht. Ein Pluspunkt ist seine frühere Zusammenarbeit mit Miamis neuem GM Jon-Eric Sullivan.

Zusätzlich bleibt Davis Webb (Broncos) ein Thema. Ein persönliches Interview ist aktuell jedoch nicht möglich, da Denver noch im Playoff-Rennen steht.

Warum Tom Brady hier so wichtig ist

Nach dem schnellen Aus von Pete Carroll suchen die Raiders bereits ihren fünften Head Coach seit 2021. Die sportliche Bilanz ist ernüchternd: nur zwei Playoff-Teilnahmen seit 2002, kein einziger Postseason-Sieg.

In der offiziellen Mitteilung zur Trennung von Carroll hieß es, dass GM Jon Spytek die Suche „in enger Zusammenarbeit mit Tom Brady“ führen werde. Brady agiert dabei weniger als Aushängeschild, sondern als strategischer Mitentscheider – insbesondere mit Blick auf die langfristige Ausrichtung und die wichtigste Position im Football.

Das passt zur nächsten Großbaustelle: der No.-1-Pick im NFL Draft. Die Raiders können dort ihre Quarterback-Zukunft definieren – und wollen den passenden Coach gleich mit installieren.

👉 Hinweis: Passend dazu empfehlen wir auch meinen exklusiven LinkedIn-Artikel:
„Warum ehemalige NFL-Quarterbacks heute mehr Macht haben als je zuvor“ – ein vertiefender Blick darauf, warum Figuren wie Tom Brady längst nicht mehr nur Aushängeschilder, sondern echte Entscheider sind.

Ein bewusst gewählter Schauplatz

Miami ist in diesen Tagen mehr als nur ein neutraler Treffpunkt. College-Finale, NFL-Elite und maximale Medienaufmerksamkeit sorgen für ein Umfeld, in dem die Raiders sichtbar Ambitionen senden.

Ob am Ende ein Offensivkopf wie McDaniel, ein Defensivarchitekt wie Evero oder ein eher leiser Entwickler wie Hafley das Rennen macht, bleibt offen. Klar ist nur: Die Entscheidung wird nicht überstürzt – und sie wird Tom Bradys Handschrift tragen.

Fazit

Die Raiders setzen in ihrer Coaching-Suche auf Signalwirkung statt Hektik. Gespräche auf Top-Niveau, ein klarer Machtfaktor im Hintergrund und ein Draft mit enormem Einfluss stehen sinnbildlich für einen möglichen Neuanfang.

Miami ist dabei nicht das Ziel – sondern der Treffpunkt für die Zukunft einer Franchise, die endlich wieder dauerhaft relevant sein will.