Clevelands Quarterback Shedeur Sanders #12 in Aktion während seines starken Auftritts gegen die Tennessee Titans in NFL Week 14.
Clevelands Quarterback Shedeur Sanders #12 in Aktion während seines starken Auftritts gegen die Tennessee Titans in NFL Week 14. | Quelle: IMAGO / Imagn Images

Die NFL Week 14 brachte alles mit, was einen chaotischen Dezember-Spieltag ausmacht: historische Special-Teams-Momente, dominant geführte Partien, spektakuläre Comebacks und einen Rookie-Quarterback, der gerade in Rekordzeit zu einem echten Thema wird. Während mehrere Teams ihre Playoff-Ambitionen untermauerten, zeigte die Liga erneut, wie unberechenbar das letzte Drittel der Saison sein kann.

Hinweis:
Wie immer gilt: In diesem Artikel geht es ausschließlich um die Sunday Games im Early und Late Window. Thursday Night, Sunday Night und Monday Night Football sind nicht enthalten.



Special Teams im Ausnahmezustand: Ein Return-Rekord fällt

Die Returner bestimmten diesen Sonntag wie selten zuvor. Drei Return-Touchdowns an einem Spieltag – das gab es seit Jahren nicht mehr. Insgesamt steht die Liga nun bei 18 Return-Touchdowns 2025, der höchste Wert durch Week 14 seit einer Dekade.

Mit dabei:

  • Rashid Shaheed (Seahawks) mit einem 100-Yard Kickoff-Return, dem längsten Return des Jahres

HOUSE CALL ON THE RETURN!!! Rashid Sha-Speed Demon 😈#ProBowlVote + @RashidShaheed

📺: @NFLonFOX pic.twitter.com/TOjKXwg1Iq

— Seattle Seahawks (@Seahawks) December 7, 2025
  • Marvin Mims (Broncos) mit seinem ersten Punt-Return-Touchdown (48 Yards)
  • Isaiah Williams (Jets) mit einem 78-Yard Punt-Return – bereits sein zweiter in dieser Saison

Williams reiht sich damit in eine äußerst kurze Liste ein: Nur zwei Spieler in den letzten fünf Jahren schafften mehrere Punt Return TDs in ihren ersten beiden NFL-Saisons.

Dazu kommt: 2025 weist bislang die meisten Kick-Return-Yards und den zweithöchsten Kick-Return-Schnitt der NFL-Geschichte durch Week 14 auf.

Das Special Team ist zurück – und wie.



Bills drehen erneut ein Spiel: Spätes Punkte-Feuerwerk in Buffalo

Die Buffalo Bills lieferten erneut eines ihrer Markenzeichen: späte Explosionen. Nach einem 10-Punkte-Rückstand im Schlussabschnitt drehten sie die Partie gegen Cincinnati noch zu einem 39:34-Sieg.

Damit gehören die Bills nun einer Gruppe an, die in den letzten 40 Jahren nur zweimal zuvor existierte: Teams, die in zwei Spielen derselben Saison im vierten Viertel mindestens 21 Punkte bei zweistelligem Rückstand erzielt haben.

Natürlich war Josh Allen wieder der Mittelpunkt des Spektakels:

  • 251 Passing Yards, 3 Passing TDs
  • 78 Rushing Yards, 1 Rushing TD

Allen ist nun der erste Spieler der NFL-Geschichte, der diese Kombination in zwei Spielen seiner Karriere erreichte. Dass er beide in Week 14 ablieferte, passt irgendwie zu seiner Dezember-DNA.

Dazu kommen weitere Meilensteine:

  • 3. Saison in Folge mit 20+ Passing TDs und 10+ Rushing TDs (NFL-Rekord)
    1. Spiel mit Passing- und Rushing-TD (All-Time-Rekord)
  • in drei Saisons in Folge 3.000+ Passing Yards, 20+ Passing TD, 10+ Rushing TD (ebenfalls ein NFL-Rekord)

Wenn es um historische Dual-Threat-Produktion geht, hat Allen sein eigenes Kapitel geschrieben.



Minnesota zerlegt Washington – und schreibt mit Monster-Drive Geschichte

Ein 31-0-Blowout gegen Washington ist eine Sache. Aber Minnesota tat es mit einem spektakulären Statement-Drive:

19 Plays, 98 Yards, 12:01 Minuten Ballbesitz.

Der längste Drive seit 2012, der erste 19-Play-Drive über 98 Yards seit 2007.
Ballkontrolle pur – und Washington komplett chancenlos.



Broncos: Sack-Machine, Road Warriors und weiter unaufhaltsam

Die Denver Broncos haben ihren Lauf nicht verloren. Mit dem 24:17-Sieg über die Raiders feierte Denver den 10. Sieg in Folge – erstmals seit 2012.

Was die Broncos besonders macht:

  • Vier Sacks gegen Las Vegas
  • Fünf Auswärtssiege in Folge mit maximal sieben Punkten Differenz – das gab es zuvor nur bei den 2003 Patriots
  • 55 Sacks in 13 Spielen – mehr erreichte in diesem Zeitraum seit 1990 nur noch ein Team

Auch die Offense lieferte:

Bo Nix zeigte ein effizientes Spiel (31/38, 81,2 %, 212 Yards, Rushing TD) und reiht sich in die illustre Runde von Quarterbacks ein, die bereits in ihren ersten beiden NFL-Saisons dreimal 80+ % Completions bei 25+ Completions ablieferten.

Dazu:

  • Evan Engram mit seiner neunten Saison in Folge 40+ Receptions (NFL-Rekord für Tight Ends)
  • RJ Harvey mit seinem fünften Rushing- und vierten Receiving-TD – eine Rookie-Company, in der sich nur Saquon Barkley, Alvin Kamara, Edgerrin James und wenige andere befanden


Rams überrollen Arizona: Stafford fehlerlos, Nacua historisch

Die Los Angeles Rams ließen den Cardinals beim 45:17 kaum Luft.

Matthew Stafford zeigte erneut seine Effizienz: drei Touchdowns, keine Interception, 131.2 Rating. Damit ist er erst der vierte QB aller Zeiten, der sieben Spiele in einer Saison mit 3+ TDs und 0 INTs geschafft hat.

Noch beeindruckender:

35 TDs und nur 4 INTs in 13 Spielen – eine historische Ratio, die zuvor nur Brady (2007) und Rodgers (2014, 2020) erreichten.

Puka Nacua dominierte erneut und erzielte 167 Yards und zwei Touchdowns.
Mit nun 277 Receptions in seinen ersten 40 NFL-Spielen überholte er Michael Thomas und setzt seinen unglaublichen Karriereauftakt fort.



Seattle mit Statement-Sieg – und ein Rookie im Mittelpunkt

Die Seahawks gewannen klar mit 37:9 in Atlanta.

Jaxon Smith-Njigba zeigte sein bisher bestes Saisonspiel (7 Receptions, 92 Yards, 2 TDs), doch der wahre Star war Rookie-Safety Nick Emmanwori:

  • 6 Tackles
  • 1 Sack
  • 2 Tackles for Loss
  • 1 Blocked Kick
  • 1 Interception

Er ist erst der vierte Rookie seit 2000, der Blocked Kick und Interception in einem Spiel vereinen konnte.

Pure chaos delivered on every level. pic.twitter.com/YpGkCbUpUw

— Seattle Seahawks (@Seahawks) December 8, 2025

Head Coach Mike Macdonald bleibt auswärts eine Bank:
Mit 13 Road-Wins in zwei Jahren zieht er mit Martz, McVay und Sirianni gleich – nur George Seifert war besser.



Rodgers liefert Vintage-Momente – Metcalf tief nicht zu stoppen

Der Sieg der Pittsburgh Steelers bei den Ravens (27:22) war hart umkämpft.

Aaron Rodgers steuerte 284 Passing Yards, einen Passing- und einen Rushing-TD bei – und setzt damit eine weitere historische Marke:

  • 32 Spiele mit Pass- und Rush-TD, mehr hatten nur Cam Newton und Josh Allen.

Laut Next Gen Stats traf Rodgers alle drei Deep Shots (121 Yards) – alle gingen an DK Metcalf, der damit sein bestes Deep-Threat-Spiel seiner Karriere hatte.



Burrow bleibt effizient – Chase schreibt weiter Geschichte

Trotz Niederlage zeigte Joe Burrow ein starkes Spiel: 284 Yards, vier Touchdowns, 106.7 Rating.

Damit:

  • 27 Spiele mit 3+ TDs (nur Marino und Mahomes hatten mehr in sechs Saisons)
  • 8 Spiele mit 4+ TDs – Platz 5 in NFL-Geschichte während der ersten sechs Jahre

Ja’Marr Chase bleibt konstant auf All-Pro-Level:
Mit nun 486 Receptions hat er die fünftmeisten Catches eines Spielers in seinen ersten fünf Jahren.
Außerdem ist er einer von nur vier Spielern, die in jeder der ersten fünf Saisons 1.000 Yards und 5+ TDs erreichten.



Die Sanders-Show: Cleveland-Rookie explodiert – doch am Ende jubeln die Titans

Shedeur Sanders erwischte gegen Tennessee einen sensationellen Tag:
364 Passing Yards, drei Passing Touchdowns und ein Rushing Touchdown – als Rookie!

Mit dieser Vorstellung reiht er sich in eine Liste ein, die sonst nur Namen wie Cam Newton, Joe Burrow oder Vinny Testaverde enthält.

Auch die Defense der Browns bleibt ein Thema für sich. Myles Garrett steht nun bei 20 Sacks, dem zweithöchsten Wert aller Zeiten durch 13 Spiele (nur Reggie White 1987 war besser).

Seine Saisonwerte:

  • 31 Tackles for Loss (nur J.J. Watt 2012 hatte mehr)
  • 77 Spiele mit Sack, der drittmeiste Wert eines Spielers in seinen ersten neun NFL-Saisons seit 1982

Doch so beeindruckend Sanders und Garrett waren: Für einen Browns-Sieg reichte es dennoch nicht.
Die Titans nutzten ihre Chancen konsequenter und entschieden die Partie trotz Cleveland-Highlight-Spiel für sich.



Weitere Notizen aus NFL Week 14

Lamar Jackson und Derrick Henry schreiben an ihren Karrieren weiter

Jackson gelang erneut ein Passing-und-Rushing-TD, zum 20. Mal in seiner Laufbahn.
Henry überschritt zum siebten Mal die Marke von 1.000 Yards und 10 Rushing-TDs.

James Pearce – Rookies mit Sack-Serie

Der Atlanta-Rookie hat nun fünf Spiele in Folge mit mindestens einem Sack – eine der längsten Serien eines Rookies seit 1982.



Was denkst du?

Welche Leistung hat euch am meisten überrascht – der Return-Wahnsinn, Staffords fehlerfreies Spiel oder die Sanders-Show?

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