
Die Los Angeles Rams haben mit dem Trade für Myles Garrett eines der größten Ausrufezeichen dieser NFL-Offseason gesetzt. Der mehrfache Defensive Player of the Year soll die Defense zurück an die Spitze der Liga führen und unterstreicht, dass die Rams 2026 voll auf Angriff gehen.
Doch kurz nach dem Blockbuster-Trade sorgte plötzlich ein anderer Name für Gesprächsstoff: Aaron Donald.
Der 35-Jährige hatte seine Karriere eigentlich nach der Saison 2023 beendet. Nun lassen einige Aussagen zumindest Raum für Spekulationen, ob der zukünftige Hall-of-Famer vielleicht doch noch einmal über eine Rückkehr nachdenkt.
Pat McAfee bringt den Stein ins Rollen
Auslöser der Diskussion war ein Gespräch zwischen ESPN-Moderator Pat McAfee und Donald.
Nachdem die Rams Garrett verpflichtet hatten, schrieb McAfee dem ehemaligen Defensive Tackle und fragte ihn, was er von einer möglichen Rückkehr halte.
Die Antwort fiel überraschend aus:
„It for sure got me thinking.“
Auf Deutsch: Der Gedanke scheint zumindest kurz aufgekommen zu sein.
McAfee berichtete zudem, Donald habe ihm geschrieben:
„35 Jahre alt, zwei Jahre raus aus dem Football. Mal sehen, ob dieses Feuer wieder entfacht werden kann.“
Eine klare Comeback-Ankündigung klingt anders. Gleichzeitig ist es aber deutlich mehr als ein kategorisches Nein.
Ein Instagram-Post sorgt für weitere Spekulationen
Zusätzliche Aufmerksamkeit bekam das Thema durch ein Trainingsvideo, das Donald wenige Tage nach dem Garrett-Trade veröffentlichte.
Darin trainiert der ehemalige Rams-Star wie gewohnt in beeindruckender Verfassung und versah den Beitrag mit dem Hashtag #ready.
Sofort begannen Fans und Medien zu spekulieren, ob Donald damit ein mögliches NFL-Comeback andeuten wollte.
Allerdings lohnt sich etwas Zurückhaltung. Donald nutzt den Hashtag seit Jahren regelmäßig – sogar bei Beiträgen rund um seinen Rücktritt im Jahr 2024.
Ganz verschwunden scheint das Feuer nicht zu sein
Interessant ist jedoch, dass Donald bereits vor einigen Wochen ähnliche Töne angeschlagen hatte.
Im Podcast von Steelers-Star Cam Heyward wurde er gefragt, wie viele Sacks er bei einer Rückkehr noch erzielen würde.
Seine Antwort:
„Wenn ich ein paar One-on-Ones bekomme, könnten es noch immer zweistellige Sackzahlen werden.“
Natürlich dürfte darin auch eine Portion Selbstbewusstsein stecken. Gleichzeitig zeigt die Aussage, dass Donald sich körperlich offenbar weiterhin in einer Verfassung sieht, die NFL-Niveau ermöglichen würde.
Die Rams hätten plötzlich eine historische Defense
Rein sportlich wäre ein Comeback spektakulär.
Mit Myles Garrett haben die Rams bereits einen der dominantesten Pass Rusher der NFL verpflichtet. Dazu kommt eine Secondary, die im Frühjahr mit All-Pro-Cornerback Trent McDuffie verstärkt wurde.
Sollte Aaron Donald tatsächlich zurückkehren, würde Los Angeles innerhalb weniger Monate von einer guten Defense zu einer potenziell historischen Unit aufsteigen.
Genau deshalb sorgen die Aussagen aktuell für so viel Aufmerksamkeit.
Fazit von der Couch
Aktuell gibt es keinen konkreten Hinweis darauf, dass Aaron Donald tatsächlich ein NFL-Comeback plant.
Die Aussagen gegenüber Pat McAfee zeigen jedoch, dass der Gedanke zumindest kurz aufgekommen ist. Und wer Aaron Donald kennt, weiß: Wenn einer nach zwei Jahren Pause noch einmal auf NFL-Niveau spielen könnte, dann vermutlich er.
Trotzdem spricht weiterhin vieles dagegen. Donald selbst begründete seinen Rücktritt 2024 vor allem mit fehlender Motivation und mentaler Erschöpfung. Ob ein Trade für Myles Garrett ausreicht, um dieses Feuer dauerhaft neu zu entfachen, bleibt fraglich.
Auf der anderen Seite dürfte das aktuelle Umfeld in Los Angeles verlockender sein als je zuvor. Mit Garrett, Trent McDuffie und einem klar geöffneten Win-Now-Fenster besitzen die Rams die vielleicht beste Ausgangslage seit Donalds Rücktritt. Wenn es überhaupt ein Szenario für ein Comeback gibt, dann vermutlich genau dieses.
Aber eines hat der Garrett-Trade bereits geschafft: Zum ersten Mal seit seinem Karriereende spricht die NFL-Welt wieder ernsthaft über eine Rückkehr von Aaron Donald. Und allein das zeigt, welche Strahlkraft der zukünftige Hall-of-Famer noch immer besitzt.