Die acht neuen Rivalries-Jerseys für die NFC North und AFC South im Überblick | Quelle: NFL / Nike
Die acht neuen „Rivalries“-Jerseys für die NFC North und AFC South im Überblick | Quelle: NFL / Nike

Nike und die NFL haben die zweite Generation der „Rivalries“-Jerseys enthüllt. Nach dem Auftakt mit der NFC West und der AFC East im vergangenen Jahr sind nun acht Teams aus der NFC North und der AFC South an der Reihe. Die neuen Trikots feiern ihr Debüt auf dem Feld bereits ab Week 3 – und jedes Design erzählt seine eigene, tief in der Team- und Stadtgeschichte verwurzelte Geschichte.

Wer sich noch an den Start des Programms erinnert, kennt das Prinzip: Jedes Team bekommt ein Alternate Jersey samt neuem Helm, das die eigene Identität und die Rivalität mit einem Divisionsgegner zelebriert – entworfen von Nike in enger Abstimmung mit Liga und Club. Letztes Jahr haben wir das ausführlich in unserem Artikel NFL Rivalries Uniformen: Startschuss für eine neue Jersey-Serie eingeordnet – ein Blick zurück lohnt sich, bevor es jetzt mit Runde zwei weitergeht.

Der Zeitplan für die NFC North und AFC South

Die acht neuen Teams tragen ihre „Rivalries“-Trikots zu folgenden Terminen erstmals auf dem Feld:

  • Colts – Week 3 (vs. Texans)
  • Packers – Week 5 (vs. Bears)
  • Lions – Week 8 (vs. Vikings)
  • Jaguars – Week 8 (vs. Colts)
  • Titans – Week 10 (vs. Jaguars)
  • Texans – Week 11 (vs. Colts)
  • Vikings – Week 15 (vs. Lions)
  • Bears – Week 16, am ersten Weihnachtsfeiertag (vs. Packers)

Nach dem On-Field-Debüt bleiben die Trikots für drei Jahre fester Bestandteil des Uniform-Sortiments – zusätzlich zu den bereits bestehenden Alternate Jerseys.

Die Designs im Detail

Chicago Bears. Als eines der ältesten Franchises der Liga setzen die Bears voll auf Historie: Ein Patch zu Ehren von Teamgründer George Halas ziert die Trikotfront, angelehnt an das Design, das die Bears 1983 nach seinem Tod trugen. Dazu kommen die klassische Kombination aus Navy und Burnt Orange, ein neu interpretierter vertikaler Ärmelstreifen und die vier Sterne der Chicago-Flagge. Auch die orangefarbene Hose feiert ein Comeback – sie geht auf die 1930er-Jahre zurück und ist eine klare Verbeugung vor den legendären „Monsters of the Midway“.

Green Bay Packers. Die Packers bleiben ihren Wurzeln treu: Grün und Gold in klassischer Ausführung, das die über hundertjährige Tradition und das einzigartige Erbe der Franchise würdigen soll – bewusst zurückhaltend, dafür umso authentischer.


Detroit Lions. Deutlich futuristischer geht es bei den Lions zu. Blau-schwarz gehalten, mit „Carbon-Fiber“-inspirierten Nummern als Reminiszenz an Detroits Automobilindustrie, ergänzt durch Löwenaugen-Details am Helm.

Minnesota Vikings. Tiefes Purpur trifft auf Elfenbein: Die Nummern sind „carved“ gestaltet, der Teamname prangt in einer neuen Schriftart über ihnen, und am Ärmel findet sich ein Cap-Detail im Stil des Viking Knot. Das Team selbst spricht von Inspirationen aus der Textur von Wikingerrüstungen sowie Verweisen auf Runensteine, das Gjallarhorn und die Skol Drum – Minnesotas Gameday-Rituale eben, neu interpretiert fürs Trikot.


Indianapolis Colts. Unter dem Namen „Anvil Strike“ setzen die Colts auf Anthrazit, dunkles Grau und glänzendes Schwarz. Der zweifarbige Streifen an der Schulter, das Hufeisen-Symbol und Anspielungen auf das Anvil-Ritual vor dem Spiel verbinden Tradition mit einem deutlich düstereren Look als gewohnt. Am hinteren Kragen steht „For the Shoe“.

Jacksonville Jaguars. Unter dem Motto „Fortune Favors the Bold“ gibt es hier die größte optische Überraschung: einen erstmals teal-glänzenden Helm mit goldener Gesichtsmaske. Dazu die Nummer „904“ als Codenummer der Stadt, die Inschrift „Since ’95“ am Kragen zu Ehren der ersten Franchise-Saison und ein kursiv geschriebener „Jaguars“-Schriftzug als Nod an die Southern Roots des Teams.


Tennessee Titans. Die Titans kombinieren ihr klassisches Two-Tone Blue-Erbe mit Nashvilles Musikszene: Navy als Basis, Titans Blue als Akzent, dazu neonartige Nummern sowie Streifen, die an Gitarren und Verstärker erinnern sollen.

Houston Texans. Unter dem Titel „HOUSTON/US“ setzen die Texans auf Liberty White, H-Town Blue und Battle Red. Die Nummern sind von der berühmten „Be Someone“-Bridge inspiriert – einer 2012 anonym besprühten Botschaft an einer Brücke über den I-10/I-45 –, kombiniert mit dem für Houston typischen blau-weißen Straßenkachel-Muster und Details, die an die lokale Custom-Car-Kultur erinnern. Ein echtes Oilers-Throwback-Trikot bleibt den Texans übrigens verwehrt, solange die Namensrechte bei den Titans in Nashville liegen – insofern dürfte dieses Design das Nächste sein, was Houston aktuell in Richtung Oilers-Hommage machen kann.

Rivalries-Programm: großer Erfolg im ersten Jahr

Das Programm orientiert sich am Konzept der City-Connect-Trikots in der MLB beziehungsweise der City-Edition-Uniforms in der NBA. Laut NFL wurde der Auftakt 2025 zum bis dato meistverkauften Merchandise-Release in der Geschichte von Fanatics – ein klares Signal für die Fan-Nachfrage und die Basis für die Erweiterung des Programms.

NFL-Vizepräsidentin für Club Marketing, Taryn Hutt, erklärte, die Vorstellung der acht neuen Jerseys markiere das nächste Kapitel eines Programms, das sowohl bei NFL- als auch bei Nike-Fans gleichermaßen beliebt sei. Mit dem Fokus auf AFC South und NFC North sowie die leidenschaftlichen Fanbasen dahinter wolle man weiterhin Geist und Tradition der größten Divisionsrivalitäten der Liga einfangen.

Rückblick: NFC West und AFC East legen nach

Auch die Teams, die 2025 den Anfang gemacht haben, ziehen ihre Trikots in dieser Saison noch einmal an – allerdings nur für jeweils ein ausgewähltes Spiel gegen einen Divisionsrivalen:

  • Cardinals – Week 2 vs. Seahawks
  • Bills – Week 11 vs. Dolphins
  • Patriots – Week 13 vs. Bills
  • 49ers – Week 14 vs. Rams
  • Seahawks – Week 16 vs. Rams
  • Rams – Week 16 @ Seahawks
  • Jets – Week 16 vs. Patriots
  • Dolphins – Week 17 vs. Bills

Besonders spannend: Das Duell zwischen Rams und Seahawks in Week 16 wird zum ersten „Dual-Rivalries“-Match der Programmgeschichte – beide Teams tragen dabei gleichzeitig ihre Rivalries-Trikots, ausgerechnet im Rematch des NFC-Championship-Games. Möglich wurde das, weil die Rams laut NFL-Chefin für Partnerships, Renie Anderson, explizit den Wunsch geäußert hatten, das Trikot auch bei einem Auswärtsspiel gegen die Seahawks zu tragen – im ersten Programmjahr war das noch auf Heimspiele beschränkt. Wer unser damaliges Ranking der ersten Rivalries-Generation verpasst hat, findet es hier: Ranking: NFL Rivalries Uniformen 2025. Ein aktualisiertes Ranking mit den neuen NFC-North- und AFC-South-Designs folgt zu gegebener Zeit an dieser Stelle.

Kampagne und Verkaufsstart

Begleitet wird der Launch von visuellen Kampagnen, die in den jeweiligen Heimat-Communities der Rivalitäten spielen. Mit dabei sind aktuelle Spieler und Legenden wie Jameson Williams, Jordan Love, Nico Collins, Sauce Gardner und Randy Moss, ergänzt durch lokale Künstler wie die Rapper Big Sean, Slim Thug und Bun B sowie die Country-Sänger Gowa Gibbs und Thomas Edwards.

Vikings-Legende Randy Moss präsentiert das neue "Rivalries"-Trikot von Minnesota | Quelle: NFL / Nike
Vikings-Legende Randy Moss präsentiert das neue „Rivalries“-Trikot von Minnesota | Quelle: NFL / Nike

Die neuen Rivalries-Jerseys und die passende Fanbekleidung sind ab dem 1. September bei ausgewählte Händler erhältlich – international unter anderem über den International NFL Shop.

Ausblick: So geht’s weiter

Das Programm wird schrittweise auf die gesamte Liga ausgeweitet. In der Saison 2027 folgen die NFC East und die AFC West, 2028 dann AFC North und NFC South – damit wäre der Rivalries-Zyklus über alle 32 Teams komplett.