Der NFL Schedule Release ist längst mehr als nur die Veröffentlichung des neuen Spielplans. Während Fans auf Primetime-Games, Bye Weeks und internationale Matchups schauen, liefern sich die Teams inzwischen jedes Jahr einen ganz eigenen Wettbewerb: Wer produziert das beste Schedule-Release-Video?

Was vor einigen Jahren noch aus simplen Grafiken und nüchternen Social-Media-Posts bestand, hat sich mittlerweile zu einem festen Teil der NFL-Offseason entwickelt. Viele Franchises investieren inzwischen erstaunlich viel Kreativität in diese Clips. Mal als komplette Comedy-Sketches, mal als aufwendig produzierte Kurzfilme oder vollgepackt mit Insider-Jokes, Popkultur-Referenzen und kleinen Seitenhieben gegen Rivalen.

Auch 2026 war das wieder deutlich zu sehen.

Die üblichen Schwergewichte wie die Los Angeles Chargers oder die Tennessee Titans lieferten erneut ab. Gleichzeitig gab es aber auch Teams, die nach eher misslungenen Versuchen in den vergangenen Jahren diesmal deutlich kreativer unterwegs waren. Besonders die Indianapolis Colts und die Cleveland Browns wirkten 2026 deutlich selbstironischer und lockerer als zuletzt.

Ein Running Gag zog sich dabei durch viele Videos: die berühmte Stromstation der San Francisco 49ers. Gleich mehrere Gegner machten sich über die Verschwörungstheorien rund um angebliche elektromagnetische Felder und die auffällig vielen Verletzungen der 49ers lustig. Genau solche kleinen Easter Eggs machen die Schedule-Release-Videos inzwischen so beliebt.

Und genau darum soll es hier gehen: nicht um Rankings oder künstliches „Wer hat gewonnen?“, sondern um ein paar der kreativsten, witzigsten und unterhaltsamsten Ideen des diesjährigen NFL Schedule Release.


Die nicht ganz echten Doppelgänger – Tennessee Titans

Die Titans bleiben einfach eine Bank, wenn es um Schedule-Release-Videos geht. Auch 2026 haben sie wieder geliefert – diesmal mit einem klassischen „Man on the Street“-Ansatz, der überraschend viel besser funktioniert als bei vielen anderen Teams.

Die Grundidee: Menschen finden, die den kommenden Gegnern oder bekannten Persönlichkeiten rund um die NFL zumindest irgendwie ähneln. Klingt simpel, lebt aber komplett vom Timing und den kleinen Details. Genau da treffen die Titans meistens ins Schwarze.

Besonders stark: der „Big Dom“-Lookalike für die Eagles, ein erstaunlich passender Fernando-Mendoza-Doppelgänger für die Raiders oder die völlig absurde Wahl für die Browns. Dort reichte einfach ein Myles-Garrett-Jersey – Ähnlichkeit komplett egal.

Auch der vermeintliche Jerry Jones aus Großbritannien war herrlich drüber. Genauso wie der kurze Joe-Burrow-Gag, bei dem plötzlich einfach Macaulay Culkin eingeblendet wurde.

Das Video schafft genau das, was diese Schedule-Releases inzwischen ausmacht: wenig Hochglanz, dafür viele kleine Insider und genug Selbstironie, damit Football-Fans sofort verstehen, worauf angespielt wird.

Die Simpsons gehen immer – Indianapolis Colts

Die Colts hatten nach dem letztjährigen Schedule-Release durchaus etwas gutzumachen – und genau daraus haben sie 2026 direkt einen Gag gemacht.

Das komplette Video war im „Simpsons“-Stil gehalten und begann direkt mit einer herrlich selbstironischen Spitze gegen das eigene Vorjahresvideo, das intern kurzerhand als „Tire Fire“ abgestempelt wurde. Bart Simpson durfte den Fehler der Colts sogar mehrfach an die Tafel schreiben.

Generell funktionierte das Video vor allem deshalb so gut, weil Indianapolis verstanden hat, worauf es bei diesen Releases inzwischen ankommt: sich selbst nicht zu ernst nehmen.

Selbst sportlich unangenehme Themen wurden humorvoll eingebaut. Besonders stark war die Einblendung, dass die Colts seit mittlerweile über 4.200 Tagen kein Spiel mehr in Jacksonville gegen die Jaguars gewonnen haben. Spätestens da hatte das Social-Media-Team die eigenen Fans komplett auf seiner Seite.

Natürlich gab es auch die obligatorischen Seitenhiebe gegen Gegner. Die Eagles-Fans wurden als völlig eskalierende Philly-Crowd dargestellt, die Browns wiederum als maximal langweilig.

Kein komplett überproduziertes Meisterwerk – aber genau die richtige Mischung aus Selbstironie, NFL-Insidern und kleinen Shots gegen die Konkurrenz.

Napoleon Dynamite und Seitenhiebe gegen die Konkurrenz – Los Angeles Rams

Die Rams setzten 2026 komplett auf den „Napoleon Dynamite“-Vibe – und das erstaunlich konsequent. Das Video blieb von Anfang bis Ende im Stil des Kultfilms und funktionierte gerade deshalb deutlich besser als viele andere Clips, die irgendwann komplett in Chaos oder reine Meme-Compilations abdriften.

Dazu kamen jede Menge kleine NFL-Insider und Seitenhiebe, die man teilweise erst beim zweiten Mal schauen entdeckt.

Besonders gut: Die Chargers bekamen ironisch eine „Auszeichnung“ für das beste Schedule-Release-Video der Liga. Gleichzeitig konnten sich die Rams natürlich auch einen kleinen Shot gegen die 49ers nicht verkneifen. Die mittlerweile legendäre Stromstation tauchte erneut auf – diesmal in Form eines Buchs namens „The Electromagnetic Field“ von Dr. Nothingburger.

Auch die Cowboys bekamen ihr Fett weg. In Dallas’ Geldbeutel lag kurzerhand die Visitenkarte einer Gardinenfirma „when the light is too bright“ – ein klarer Verweis darauf, dass die große Bühne in den Playoffs zuletzt oft etwas zu hell wurde.

Das Video wirkte insgesamt angenehm strukturiert. Trotz aller Gags blieb der eigentliche Spielplan immer im Mittelpunkt. Genau das hat bei vielen anderen Teams gefehlt.

Die Meister des Schedule Releases – Los Angeles Chargers

Man kann inzwischen fast die Uhr danach stellen: Die Chargers liefern beim Schedule Release wieder komplett ab.

Auch 2026 setzt das Social-Media-Team der Chargers vermutlich erneut den Liga-Standard. Diesmal im Stil von „Halo“ – inklusive unzähliger Easter Eggs, versteckter Gags und Seitenhiebe, die teilweise nur wenige Sekunden im Bild auftauchen.

Schon das Hauptmenü war absurd gut. Teamnamen wurden kurzerhand durch kleine Disses ersetzt. Die 49ers wurden zum „Soft Tissue Graveyard“, die Jets liefen unter „Operation Zero Coverage“ und die Patriots landeten im „Cupcake Circuit“.

Genau das macht die Chargers-Videos inzwischen so stark: Fast jede Szene enthält irgendeinen versteckten NFL-Insider.

Selbst Teams, die gar nicht auf dem Spielplan stehen, bekamen ihr Fett weg. Die Colts wurden direkt zu Beginn mit einer Anspielung auf ihr Vorjahresvideo eingebaut. Gegen die Cardinals feuerten die Chargers innerhalb weniger Sekunden gleich mehrere kleine Shots ab.

Natürlich durfte auch der mittlerweile obligatorische 49ers-Stromstations-Gag nicht fehlen.

Auch Patriots-Coach Mike Vrabel bekam einen kleinen Seitenhieb ab. Die Chargers griffen die viral gegangenen Bilder aus der Offseason auf, auf denen Vrabel gemeinsam mit NFL-Reporterin Dianna Russini in einem Adults-Only-Resort in Arizona fotografiert wurde.

Dazu kamen weitere kleine Spitzen wie ein „Free Rashee Rice“-Shirt rund um die Chiefs.

Das Video funktioniert dabei fast wie ein Wimmelbild für NFL-Fans. Beim ersten Schauen entdeckt man vielleicht nur die Hälfte der Jokes. Beim zweiten Durchlauf pausiert man plötzlich alle drei Sekunden.

Genau deshalb sind die Chargers inzwischen fast außer Konkurrenz unterwegs, wenn es um Schedule-Release-Videos geht.

should we REALLY make our schedule release video in halo?

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— Los Angeles Chargers (@chargers) May 14, 2026

Parfum de Seahawks – Seattle Seahawks

Die Seahawks gingen 2026 einen komplett anderen Weg – und genau deshalb bleibt das Video hängen.

Statt Meme-Overload oder hektischer TikTok-Cuts setzte Seattle auf eine übertrieben mysteriöse Parfüm-Werbung. Komplett ernst präsentiert, maximal absurd umgesetzt. Genau die Art Humor, die bei solchen Schedule-Releases perfekt funktioniert.

„Parfum de Seahawks“ sollte Fans angeblich „wie einen Champion riechen lassen“, während für die Gegner jeweils ihre ganz eigenen Duftkreationen vorgestellt wurden.

Besonders stark: das 49ers-Parfüm namens „Substation“. Sobald man die Flasche berührt, gibt es natürlich einen Stromschlag – die mittlerweile unvermeidbare Anspielung auf die berühmte Stromstations-Verschwörung rund um San Francisco.

Auch die Eagles bekamen ihr Fett weg. Das „Tush Push“-Parfüm kam wenig überraschend in einer Flasche daher, die exakt so aussah, wie man es bei diesem Spielzug erwarten würde.

Die Rams wurden mit „Conversion No. 2“ bedacht – ein Duft nach Melancholie und „What the hell just happened?“. Cowboys-Fans wiederum durften sich über das Parfüm „Nostalgia 96“ freuen. Mehr NFC-Seitenhieb geht kaum.

Das Ganze war kreativ, angenehm weird und vor allem konsequent durchgezogen. Genau deshalb funktionierte das Seahawks-Video so gut. Und natürlich durfte auch ein kurzer Lombardi-Trophy-Auftritt nicht fehlen.

Smells like football season. Our 2026 schedule is here.

Get your tickets now » https://t.co/yxNNnRledd pic.twitter.com/mDTMaxJ6Ua

— Seattle Seahawks (@Seahawks) May 14, 2026

Winston van Gogh – New York Giants

Wenn Jameis Winston ein Mikrofon und eine Kamera bekommt, kann eigentlich nur Chaos entstehen. Genau darauf haben die Giants beim diesjährigen Schedule Release gesetzt – und das hat erstaunlich gut funktioniert.

Unter dem Titel „Winston van Gogh“ musste Winston gemeinsam mit Fans Gegner erraten lassen. Das Prinzip war simpel: 15 Sekunden Zeit, ein schnelles Bild malen und die Community raten lassen, welches Team gemeint ist.

Die Zeichnungen entstanden dabei nicht einfach auf einem Whiteboard, sondern direkt auf dem Oberkörper von Offensive Tackle Jermaine Eluemunor, der kurzerhand zur lebenden Leinwand wurde.

Besonders bei den Eagles wurde es herrlich absurd. Winston versuchte sich zunächst an einem Philly Cheesesteak, was eher… interpretierbar aussah. Beim zweiten Versuch malte er dann einfach das Eagles-Logo halbwegs vernünftig drauf und rettete die Runde irgendwie doch noch.

Genau das machte das Video so unterhaltsam. Es wirkte nicht überproduziert oder künstlich auf Meme getrimmt. Der Humor entstand komplett aus Winston selbst, den Reaktionen der Fans und diesem leicht chaotischen Vibe, den er ohnehin immer mitbringt.

Man musste das Konzept nicht groß erklären oder analysieren – es hat einfach funktioniert.

Winston van Gogh draws up the 2026 Schedule 🎨

Tickets on sale now 🎟️: https://t.co/ysuYTbX1ly pic.twitter.com/yIYaJGTZhr

— New York Giants (@Giants) May 14, 2026

Arcade-Feeling und Shedeur-Hype – Cleveland Browns

Die Browns setzten 2026 komplett auf Retro-Gaming-Vibes – und das erstaunlich konsequent.

Das gesamte Schedule-Release-Video war im Stil eines klassischen „Street Fighter“-Arcade-Games aufgebaut. Von der Optik des Spielhallenraums bis zu den einzelnen Matchups wirkte alles wie ein altes Fighting Game aus den 90ern.

Dabei versteckte Cleveland immer wieder kleine Seitenhiebe und Gegner-Anspielungen zwischen den einzelnen Szenen. Genau diese Mischung aus Nostalgie und NFL-Insidern machte das Video überraschend unterhaltsam.

Spannend war aber vor allem ein anderes Detail: In Sachen Quarterbacks spielte im gesamten Video praktisch nur ein Name eine Rolle – Shedeur Sanders.

Der Rookie wurde gleich mehrfach eingebaut und erwähnt, während andere Browns-Quarterbacks wie Dillon Gabriel oder Deshaun Watson quasi gar nicht auftauchten.

Das dürfte vielen Browns-Fans durchaus aufgefallen sein.

Ob bewusst oder nicht: Das Video vermittelte ziemlich klar, wen die Franchise aktuell als spannendstes Gesicht der Zukunft betrachtet. Gerade weil die Browns sportlich weiter eine der interessantesten Quarterback-Situationen der Liga besitzen, bekam dieser kleine Nebenaspekt fast noch mehr Aufmerksamkeit als das eigentliche Video selbst.

Und genau solche kleinen Details machen die besten Schedule-Release-Videos inzwischen aus.

Wrestling-Legende Chris Jericho serviert den Spielplan – Minnesota Vikings

Die Vikings gingen 2026 einen herrlich absurden Weg – und holten sich dafür direkt Wrestling-Legende Chris Jericho ins Boot.

Im Video sitzt Kicker Will Reichard in einem edlen Restaurant und bestellt ein 17-Gänge-Menü, das nach und nach den kompletten Schedule der Vikings enthüllt. Natürlich alles komplett im Vikings-Stil – inklusive lila Gatorade als Getränkebegleitung.

Die einzelnen Gegner wurden dabei kreativ als Gerichte serviert. Gegen die Packers gab es ein Cheesehead-Board „as nice as it gets over there“, die Bears wurden als „Bear Claw mit frosted paws“ verarbeitet und die Bills tauchten als Buffalo Wings mit „table-breaking flavor“ auf.

Das Video funktionierte vor allem deshalb so gut, weil es komplett durchgezogen wurde. Keine hektischen Schnitte, keine überladene Meme-Flut – einfach ein konsequent umgesetzter Running Gag.

Der beste Moment war allerdings die kleine Selbstironie der Vikings. Als Chris Jericho nach Allergien fragt, antwortet Reichard trocken:

„No, just cables and camera wires.“

Eine klare Anspielung auf Reichards verschossenes Field Goal gegen Detroit aus der vergangenen Saison. Damals glaubten einige Fans tatsächlich, der Ball könnte leicht von einem Kameraseil beeinflusst worden sein.

Genau solche Insider-Jokes funktionieren bei diesen Videos inzwischen fast am besten – vor allem, wenn Teams auch über sich selbst lachen können.

Serving up 17 courses. We'll take them all.https://t.co/IcZACQxP0Q pic.twitter.com/VLPqBiJCdS

— Minnesota Vikings (@Vikings) May 14, 2026

SportsCenter-Vibes im Falcons-Office – Atlanta Falcons

Die Falcons setzten 2026 auf eine klassische ESPN-„SportsCenter“-Parodie – und trafen damit ziemlich genau den richtigen Ton.

Das Video spielte komplett im Büroalltag der Franchise und lebte vor allem von den bewusst unangenehmen, leicht absurden Situationen zwischen Spielern, Coaches und Mitarbeitern.

Besonders stark: Atlanta zog den Stil konsequent durch und ließ mit Matt Ryan sogar eine echte Franchise-Legende auftreten. Der ehemalige Quarterback und heutige Präsident der Falcons spielte die Rolle mit genau der richtigen Mischung aus trockener Ernsthaftigkeit und Selbstironie.

Auch Head Coach Kevin Stefanski war überraschend präsent und bewies ordentlich Comedy-Timing.

Die besten Gags entstanden dabei aus simplen Wortspielen rund um die Spieler selbst. Bijan Robinson beruhigte beispielsweise einen nervösen Mitarbeiter bei der Aussprache seines Namens – „Bee-John“ oder „Bih-Jahn“. Drake London arbeitete plötzlich als „Receptionist“ und nahm tatsächlich Telefonanrufe entgegen, während Pass Rusher Jalon Walker wegen „too much dog in him“ dauerhaft bellend durchs Büro lief.

Das Video wollte gar nicht maximal viral oder komplett überdreht sein. Stattdessen funktionierte es genau wie die alten SportsCenter-Clips: trocken, awkward und voller kleiner Football-Insider.

Gerade dadurch wirkte das Ganze angenehm locker und erstaunlich charmant.

Bob Ross wäre stolz – New York Jets

Die Jets gingen beim Schedule Release einen erstaunlich simplen Weg – und genau das machte das Video irgendwie großartig.

Statt maximaler Meme-Explosion oder komplett überladener Easter-Egg-Jagd setzte New York einfach auf Farbe. Wortwörtlich.

Für jeden Gegner wurden verschiedene Farbtöne zusammengemischt, bis am Ende die jeweiligen Teamfarben entstanden und das Matchup enthüllt wurde. Mehr passierte eigentlich nicht – und trotzdem hatte das Ganze eine seltsam entspannte Wirkung.

Natürlich lag der offensichtliche Gag direkt auf der Hand: Manche würden behaupten, den Jets beim Trocknen von Farbe zuzusehen sei ähnlich spannend wie der Football der vergangenen Jahre.

Aber unabhängig davon muss man den Jets lassen: Das Video hatte Stil. Es wollte nicht krampfhaft viral gehen oder auf Biegen und Brechen jeden Internettrend mitnehmen.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum es für mich heimlich eines der besten Videos des Jahres ist.

So simpel die Idee auch war – irgendwann saß man plötzlich davor und wollte einfach sehen, welche Farben als Nächstes zusammengemischt werden. Fast wie eine kleine NFL-Version von Bob Ross. Entspannt, kreativ und irgendwie hypnotisch.

football is ART (craft blend)

your 2026 Jets schedule reveal 🎨 ⬇️ pic.twitter.com/lV7PTzbc8O

— New York Jets (@nyjets) May 14, 2026

Fazit von der Couch

Die NFL hat es inzwischen geschafft, selbst den eigentlich trockensten Teil der Offseason in ein eigenes Entertainment-Event zu verwandeln.

Früher war der Schedule Release schlicht eine Liste mit Spielterminen. Heute warten viele Fans fast genauso gespannt auf die kreativen Videos der Teams wie auf die Matchups selbst. Manche Franchises investieren inzwischen offensichtlich Wochen in Produktion, Ideen und kleine NFL-Insider, die oft erst beim zweiten oder dritten Anschauen auffallen.

Natürlich gab es auch 2026 wieder einige eher vergessenswerte Beiträge. Nicht jedes Team trifft den Ton perfekt und manche Videos wirken weiterhin wie eine Pflichtaufgabe der Social-Media-Abteilung. Genau das Spannende ist aber inzwischen: Fast alle Teams ziehen mittlerweile mit.

Von absurd aufwendigen Gaming-Parodien über Wrestling-Auftritte bis hin zu simplen Farbexperimenten oder komplett selbstironischen Simpsons-Versionen zeigt die NFL inzwischen sehr deutlich, wie gut die Liga moderne Unterhaltung auch abseits des Feldes verstanden hat.

Und ehrlich gesagt kann man mittlerweile wirklich argumentieren, dass die NFL praktisch keine echte Offseason mehr besitzt.

Draft, Free Agency, Schedule Release, International Games, Christmas Games oder Netflix-Deals – irgendwo liefert die Liga inzwischen das ganze Jahr über Gesprächsstoff.


Jetzt seid ihr dran:
Welches Schedule-Release-Video war euer Favorit?
Die komplett überdrehten Chargers? Die herrlich simplen Jets? Oder vielleicht doch ein ganz anderes Team?