Cornerback Superstar Christian Gonzalez wartet weiterhin auf seinen Megadeal mit den New England Patriots
Cornerback Superstar Christian Gonzalez wartet weiterhin auf seinen Megadeal mit den New England Patriots. | Quelle: IMAGO / ZUMA Press Wire

Die New England Patriots wollen ihren jungen Superstar Christian Gonzalez langfristig an die Franchise binden. Doch obwohl beide Seiten öffentlich betonen, dass sie weiter zusammenarbeiten möchten, gibt es Ende August 2026 noch immer keine Einigung. Für die Patriots ist das eine der wichtigsten Personalien vor dem Saisonstart.

Christian Gonzalez wartet weiter auf seinen Mega-Deal

Eigentlich schien alles auf eine schnelle Vertragsverlängerung hinauszulaufen. Patriots-Owner Robert Kraft erklärte bereits zu Beginn des Training Camps, dass New England Gonzalez ein Angebot unterbreitet habe, das ihn zum bestbezahlten Cornerback der NFL und gleichzeitig zum bestbezahlten Spieler der Franchise-Geschichte machen würde.

Doch mehrere Wochen später ist noch immer kein Vertrag unterschrieben. Gonzalez selbst bezeichnete die Situation inzwischen als „frustrierend“, betonte gleichzeitig aber, dass sein Fokus auf der kommenden Saison liege.

Der 24-Jährige befindet sich weiterhin unter seinem Rookie-Vertrag und ist durch die bereits gezogene Fifth-Year-Option sogar bis einschließlich 2027 an die Patriots gebunden. Ein Holdout oder unmittelbarer Abschied stehen daher aktuell nicht zur Diskussion.

Wo liegt das Problem?

Das größte Hindernis dürfte der zuletzt komplett neu definierte Cornerback-Markt sein. Anfang August unterschrieb Devon Witherspoon bei den Seattle Seahawks eine Vertragsverlängerung über vier Jahre und 132 Millionen Dollar, davon mehr als 101 Millionen garantiert. Damit setzte er einen neuen Maßstab auf seiner Position.

Brisant: Witherspoon und Gonzalez werden vom gleichen Agenten vertreten. Deshalb galt die Seahawks-Verlängerung ligaweit als wichtiger Referenzpunkt für die Verhandlungen in New England.

Mehrere Berichte deuten darauf hin, dass Gonzalez nun einen Vertrag anstrebt, der mindestens auf Augenhöhe mit Witherspoon liegt oder diesen sogar übertrifft. Während die Patriots grundsätzlich bereit sind, tief in die Tasche zu greifen, scheinen vor allem Details wie Garantien, Struktur und Auszahlungsmodalitäten noch nicht geklärt zu sein.

Warum die Patriots Gonzalez unbedingt halten müssen

Aus sportlicher Sicht gibt es für New England kaum Argumente gegen eine langfristige Verlängerung.

Seit seinem Einstieg in die NFL hat sich Gonzalez zu einem der besten Cornerbacks der Liga entwickelt. Nach einer verletzungsbedingt verkürzten Rookie-Saison etablierte er sich als echter Shutdown-Corner und gehört inzwischen zur absoluten Elite auf seiner Position.

Gerade für Head Coach Mike Vrabel ist ein dominanter Cornerback enorm wichtig. Die Patriots bauen ihre Defense um junge Leistungsträger auf, und Gonzalez ist dabei das Gesicht der Secondary. Ein langfristiger Vertrag würde nicht nur Stabilität schaffen, sondern auch ein wichtiges Signal an die Kabine senden, dass eigene Top-Talente belohnt werden.

Diese Cornerbacks haben diesen Sommer bereits kassiert

Der Markt für Elite-Cornerbacks ist in diesem Sommer regelrecht explodiert.

Devon Witherspoon (Seattle Seahawks)

  • 4 Jahre
  • 132 Millionen Dollar
  • 101 Millionen Dollar garantiert

Mit diesem Deal wurde Witherspoon zum neuen Spitzenverdiener unter den Cornerbacks und erhöhte gleichzeitig den Druck auf die Patriots in den Gonzalez-Verhandlungen.

Trent McDuffie (Los Angeles Rams)

McDuffie erhielt bereits zuvor einen Vertrag mit einem Durchschnittsgehalt von rund 31 Millionen Dollar pro Saison und gehörte damit kurzzeitig zur Spitze des Marktes. Sein Vertrag war einer der Auslöser für die jüngste Preisexplosion auf der Position.

Diese beiden Verträge bilden aktuell die Messlatte für alle kommenden Verhandlungen auf Cornerback. Genau deshalb beobachten General Manager und Agenten ligaweit sehr genau, wie der Fall Gonzalez ausgeht.

No. 5 overall pick Devon Witherspoon and Seahawks have agreed to a 4-year, $31.86M fully-guaranteed deal, per @Schultz_Report

All rookies from the NFL Draft have been signed 🖊️ pic.twitter.com/vZqcQYc7Bq

— B/R Gridiron (@brgridiron) July 28, 2023

Wie geht es jetzt weiter?

Aktuell betonen sowohl Gonzalez als auch die Patriots-Führung weiterhin ihren Wunsch nach einer Einigung. Executive Vice President Eliot Wolf erklärte zuletzt, dass beide Seiten weiterverhandeln und Fortschritte machen würden. Gleichzeitig stellte er klar, dass es keine interne Deadline bis Week 1 gibt.

Das bedeutet: Selbst wenn zum Saisonauftakt gegen die Seahawks noch kein neuer Vertrag unterschrieben ist, können die Gespräche problemlos während der Saison weiterlaufen. Die Patriots haben durch die Vertragskontrolle bis 2027 keinen unmittelbaren Zeitdruck. Gonzalez dagegen weiß, dass der Markt aktuell so hoch ist wie nie zuvor.

Fazit von der Couch

Die Verhandlungen zwischen Christian Gonzalez und den New England Patriots befinden sich aktuell in einer Art Warteschleife. Nicht weil eine Trennung droht, sondern weil sich der Cornerback-Markt innerhalb weniger Wochen drastisch verändert hat. Der Witherspoon-Vertrag hat die Preise nach oben geschraubt und Gonzalez‘ Verhandlungsposition zusätzlich gestärkt.

Aus heutiger Sicht spricht weiterhin vieles dafür, dass beide Seiten langfristig zusammenfinden. Die Frage ist nicht mehr, ob Christian Gonzalez einen Rekordvertrag erhält, sondern vielmehr wann und zu welchen Konditionen die endgültige Unterschrift erfolgt.

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