Caleb Williams und Micah Parsons während der vergangenen NFL-Saison. Nach einer überraschenden Aussage des Packers-Stars sorgt das Duo nun auch abseits des Spielfelds für Gesprächsstoff.
Caleb Williams und Micah Parsons während der vergangenen NFL-Saison. Nach einer überraschenden Aussage des Packers-Stars sorgt das Duo nun auch abseits des Spielfelds für Gesprächsstoff. | Quelle: IMAGO / Icon Sportswire

Zumindest wenn es nach Micah Parsons geht.

Der Star-Pass-Rusher der Green Bay Packers sorgte zuletzt für einige überraschte Reaktionen, als er im Rahmen der kommenden NFL Top 100 Liste gefragt wurde, wer aktuell der beste Spieler der Liga sei.

Statt Namen wie Patrick Mahomes, Josh Allen oder Lamar Jackson zu nennen, entschied sich Parsons ausgerechnet für Bears-Quarterback Caleb Williams.

Eine Aussage, die gleich aus mehreren Gründen bemerkenswert ist.

Zum einen spielt Williams erst seine zweite NFL-Saison. Zum anderen kommt das Lob ausgerechnet von einem Spieler des wohl größten Rivalen der Chicago Bears.

„Iceman“, nannte Parsons den Bears-Quarterback und lobte insbesondere dessen Entwicklung in Ben Johnsons Offense. Gleichzeitig schob er aber direkt eine kleine Warnung hinterher:

„Wenn er das Eis ist, dann bin ich das Feuer.“

Eine Aussage, die in Chicago natürlich nicht lange unkommentiert blieb.

Caleb Williams kontert entspannt

Nun hat Williams erstmals auf die Aussagen reagiert.

Und die Antwort fiel ziemlich genau so aus, wie man sie von einem Franchise-Quarterback erwarten würde.

„Das ist lustig“, erklärte Williams gegenüber Reportern. „Wir spielen Football und stehen auf unterschiedlichen Seiten einer Rivalität. Er sagt, er ist Feuer und ich bin Eis. Mal sehen, was am Ende stärker ist.“

Kein Trash Talk. Kein großes Drama.

Aber eben auch keine komplette Zurückhaltung.

Denn als Williams gefragt wurde, ob er seinerseits einen Packers-Spieler zum besten Akteur der NFL wählen würde, fiel die Antwort ziemlich trocken aus:

„Wahrscheinlich nicht.“

Anschließend schob er jedoch hinterher, dass Parsons ein außergewöhnlicher Spieler sei, auf den man sich bei jedem einzelnen Snap vorbereiten müsse.

Warum bekommt Caleb Williams aktuell so viel Aufmerksamkeit?

Die Aussagen von Parsons kommen nicht aus dem Nichts.

Williams gehört aktuell zu den meistdiskutierten Spielern der gesamten NFL.

Nach seiner starken Saison 2025 gilt der Bears-Quarterback für viele Experten als einer der größten Aufsteiger der Liga. Unter Ben Johnson machte Chicago einen deutlichen Schritt nach vorne und etablierte sich wieder als ernstzunehmender Playoff-Kandidat.

Dazu kommt der immer größer werdende Hype rund um Williams.

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass er das Cover von Madden NFL 27 zieren wird. Auch abseits der Football-Bubble wächst seine Bekanntheit weiter. Selbst Schauspieler Michael J. Fox erklärte zuletzt öffentlich, wie sehr er Williams und die Bears während der vergangenen Playoffs verfolgt habe.

Für Bears-Fans sind das genau die Bilder, die man sich erhofft hatte, als Chicago Williams an Position eins draftete.

Neue Gesichter einer alten Rivalität

Mindestens genauso spannend ist aber die Dynamik zwischen Parsons und Williams.

Die Rivalität zwischen Bears und Packers gehört zu den traditionsreichsten Duellen im gesamten US-Sport. Über Jahrzehnte prägten Namen wie Brett Favre, Aaron Rodgers, Brian Urlacher oder Charles Woodson diese Begegnungen.

Inzwischen scheint eine neue Generation bereit zu sein, diese Rolle zu übernehmen.

Parsons zählt zu den dominantesten Verteidigern der Liga. Williams wiederum soll der Quarterback sein, der Chicago dauerhaft zurück an die Spitze der NFC bringt.

Entsprechend groß dürfte die Vorfreude auf das erste direkte Duell sein.

Woche 5 könnte spannend werden

Sollte Parsons rechtzeitig von seiner Knieverletzung zurückkehren, treffen die beiden bereits in Woche 5 der kommenden Saison erstmals aufeinander.

Dann gastieren die Bears im Lambeau Field.

Spätestens dort wird sich zeigen, ob am Ende tatsächlich Feuer oder Eis die Oberhand behält.