
Die NFL ist ein knallhartes Geschäft. Wer gewinnt, ist ein Visionär. Wer verliert, steht schneller auf der Abschussliste, als ihm lieb ist. Nach zahlreichen Trainerwechseln in den vergangenen Jahren dürfte auch die Saison 2026 wieder einige Head Coaches unter enormen Druck setzen.
NFL Trainer unter Druck: Die größten Wackelkandidaten der Saison 2026
Natürlich gilt: Noch sind wir früh in der Saison. Doch bei einigen Franchises werden die Ergebnisse besonders genau beobachtet. Hier sind die Trainer, deren Sitze aktuell am stärksten wackeln.
Zac Taylor (Cincinnati Bengals)
Wenn man die aktuellen Hot-Seat-Diskussionen verfolgt, fällt ein Name immer wieder zuerst: Zac Taylor von den Cincinnati Bengals. Trotz des Super-Bowl-Laufs vor einigen Jahren steht der Coach inzwischen unter erheblichem Erfolgsdruck. Die Erwartungen mit Franchise-Quarterback Joe Burrow sind Jahr für Jahr hoch, während die Resultate zuletzt nicht immer den Ansprüchen entsprachen.
Gerade weil die Bengals über einen der besten Quarterbacks der Liga verfügen, würde ein weiteres enttäuschendes Jahr viele unangenehme Fragen aufwerfen.
Shane Steichen (Indianapolis Colts)
Auf den ersten Blick mag dieser Name überraschen. Doch Shane Steichen steht laut mehreren Analysten unter deutlichem Druck. Die Colts warten weiterhin auf den erhofften Durchbruch und konnten ihre Playoff-Ambitionen bislang nicht nachhaltig bestätigen.
Hinzu kommt die unsichere Zukunft im Front Office. Sollte es organisatorische Veränderungen geben, könnte auch Steichen davon betroffen sein. In der NFL werden General Manager und Head Coaches schließlich häufig gemeinsam bewertet.
Dan Quinn (Washington Commanders)
Vor zwei Jahren galt Dan Quinn noch als einer der großen Gewinner der Liga. Nach dem überraschenden Erfolg der Washington Commanders folgte jedoch der Rückschlag. Insbesondere die Defensive blieb hinter den Erwartungen zurück.
Mit Jayden Daniels besitzt Washington einen potenziellen Franchise-Quarterback. Genau deshalb wird erwartet, dass die Commanders wieder einen Schritt nach vorne machen. Bleibt der Erfolg aus, könnte auch Quinns Zukunft diskutiert werden.
Todd Bowles (Tampa Bay Buccaneers)
Kaum ein Coach bewegt sich seit Jahren so konstant zwischen Erfolg und Kritik wie Todd Bowles. Zwar konnten die Buccaneers unter seiner Führung mehrfach die Division gewinnen, die ganz großen Playoff-Erfolge blieben jedoch aus.
Besonders kritisch wird die Entwicklung seiner Defensive betrachtet. Da Bowles selbst aus der Defensiv-Schule kommt, werden schwache Leistungen auf dieser Seite des Balls besonders genau analysiert.
Mike McCarthy (Pittsburgh Steelers)
Der ehemalige Cowboys-Coach übernahm in Pittsburgh eine schwierige Aufgabe. Nach dem Ende der Ära Mike Tomlin werden die Steelers zwangsläufig an ihren hohen Standards gemessen.
Sollte Pittsburgh die Playoffs verpassen oder die Mannschaft hinter den Erwartungen zurückbleiben, dürfte die Diskussion um McCarthy schnell an Fahrt gewinnen. Der Erfolgsdruck in Pittsburgh gehört traditionell zu den höchsten der gesamten NFL.
Brian Schottenheimer (Dallas Cowboys)
Bei den Dallas Cowboys steht fast automatisch jeder Trainer unter Beobachtung. Besitzer Jerry Jones erwartet sportlichen Erfolg, und die Fans sehen die Franchise Jahr für Jahr als Playoff-Kandidaten.
Sollte Dallas erneut hinter den Erwartungen zurückbleiben, könnte Brian Schottenheimer schneller unter Druck geraten als andere Trainer in vergleichbaren Situationen.
Wer sitzt aktuell am sichersten?
Während einige Coaches um ihre Zukunft kämpfen, gibt es andere Namen, die aktuell praktisch unangreifbar erscheinen:
- Andy Reid (Chiefs)
- Sean McVay (Rams)
- Dan Campbell (Lions)
- Mike Macdonald (Seahawks)
- Mike Vrabel (Patriots)
Diese Coaches genießen derzeit erhebliches Vertrauen innerhalb ihrer Organisationen, was besonders bei McVay und Campbell nach schwachen Saisonstart überraschen mag und sich speziell in der NFL (Not For Long) schnell ändern kann.
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Fazit von der Couch: Die ersten Stühle beginnen zu wackeln
Noch ist die Saison jung. Trotzdem zeichnen sich bereits einige Kandidaten ab, die besonders genau beobachtet werden. Zac Taylor, Shane Steichen, Dan Quinn und Todd Bowles gehören aktuell zu den Trainern mit dem größten Erfolgsdruck.
Wie jedes Jahr gilt jedoch: In der NFL kann sich die Lage binnen weniger Wochen komplett verändern. Eine Siegesserie macht aus einem Wackelkandidaten plötzlich einen Coach of the Year Kandidaten. Eine Niederlagenserie kann dagegen selbst erfolgreiche Trainer überraschend in Schwierigkeiten bringen. Genau deshalb lohnt es sich schon jetzt, die Entwicklung auf den heißesten Trainerstühlen der Liga aufmerksam zu verfolgen.